Wann verschickt man das Save the Date?
Die kurze Antwort
Sechs bis acht Monate vor der Hochzeit. Bei einer Feier zwischen Mai und September eher acht bis zehn, bei einer Hochzeit im Ausland zehn bis zwölf. Die einzige harte Bedingung: Der Termin muss feststehen.
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Der Zeitplan nach Art der Hochzeit
Die Faustregel von sechs bis acht Monaten gilt für den Normalfall: eine Hochzeit in Deutschland, bei der die meisten Gäste am selben Tag anreisen und wieder heimfahren. Sobald eure Gäste mehr brauchen als einen freien Samstag, verschiebt sich alles nach vorn.
| Eure Hochzeit | Vorlauf |
|---|---|
| In Deutschland, außerhalb der Hauptsaison | 6 bis 8 Monate |
| Hauptsaison, Mai bis September | 8 bis 10 Monate |
| Im Ausland oder mit Übernachtung | 10 bis 12 Monate |
| Zwischen Weihnachten und Neujahr | 10 bis 12 Monate |
| Weniger als 6 Monate Planungszeit | gar keins – siehe unten |
Hauptsaison heißt Urlaubssaison. Wer im Juli heiratet, konkurriert nicht mit anderen Hochzeiten, sondern mit gebuchten Flügen. Ein Save the Date im Januar erreicht eure Gäste, bevor sie im Reisebüro sitzen; eines im April erreicht sie danach.
Bei einer Feier im Ausland entscheidet nicht der Kalender, sondern das Urlaubskonto. Zwei Tage Anreise plus Feier plus Rückreise sind für viele eine halbe Urlaubswoche – und die planen Menschen ein Jahr im Voraus, nicht ein halbes.
Die einzige Bedingung, die wirklich zählt
Der Termin muss feststehen. Nicht „wahrscheinlich“, nicht „wenn die Location zusagt“ – fest.
Ein Save the Date, das später verschoben wird, kostet mehr Vertrauen, als es an Vorlauf gebracht hat. Eure Gäste haben den Tag freigehalten, vielleicht einen anderen Termin abgesagt. Die zweite Nachricht wird dann nicht als Korrektur gelesen, sondern als Zeichen, dass die Planung wackelt.
Wartet lieber vier Wochen länger, bis der Vertrag mit der Location unterschrieben ist.
Was ihr noch nicht wissen müsst
Vieles. Ein Save the Date ist eine Vormerkung, keine kleine Einladung – alles, was noch nicht feststeht, darf und soll fehlen:
- Keine Uhrzeit. Die ändert sich fast immer noch.
- Keine Adresse. Stadt oder Region genügt.
- Kein Ablauf, kein Dresscode, keine Geschenkwünsche.
- Keine Zusagefrist. Ein Save the Date fragt nichts ab.
Was darauf gehört, sind vier Dinge: eure Vornamen, der Termin, grob der Ort, und ein Satz, dass die Einladung folgt. Ohne diesen letzten Satz warten Gäste auf Angaben, die es noch gar nicht gibt – und fragen einzeln nach.
Wann ihr es ganz weglasst
Bei weniger als sechs Monaten Planungszeit. Dann liegen Vormerkung und Einladung so dicht beieinander, dass die erste Nachricht nur verwirrt. Verschickt stattdessen gleich die Einladung mit allen Angaben.
Wenn ohnehin alle Bescheid wissen. Bei einer Feier mit zwanzig Gästen, die alle seit der Verlobung im Bilde sind, ist ein Save the Date eine Formalität ohne Empfänger.
Wer eins bekommt
Alle, die auch eine Einladung bekommen sollen – und niemand sonst.
Das ist wichtiger, als es klingt: Wer ein Save the Date bekommt, ist eingeladen. Später niemanden mehr auszuladen, ist praktisch unmöglich, ohne jemanden zu kränken. Die Liste für das Save the Date ist deshalb dieselbe, die ihr für die Einladung braucht – nur einige Monate früher fertig.
Umgekehrt dürft ihr später ergänzen. Wer nach dem Save the Date noch auf die Liste kommt, bekommt eben nur die Einladung. Das fällt niemandem auf.
Und dann?
Die Einladung folgt zwei bis drei Monate vor der Hochzeit, wenn Uhrzeit, Adresse und Ablauf feststehen. Sie ist die Karte, aus der eure Gäste ihren Tag planen – und sie sammelt die Zu- und Absagen ein.